Von Worten und Taten

Die deutsche Sprache beinhaltet einigen Wortschatz, der aus der Mode gekommen ist. Sei es aus Gründen der normalen Weiterentwicklung einer Sprache oder dem Verschwinden von Begrifflichkeiten technischer oder gesellschaftlicher Art. Das Lexikon der bedrohten Wörter ist daher wohl eher im Zunehmen als im Abnehmen begriffen.

Dann gibt es allerdings auch noch jene Worte, deren Verschwinden oder nur widerwillige Verwendung mit jenen durch Professor Knopps sattsam bekannte TV-Sendungen dokumentierten 12 Jahren der deutschen Geschichte zu tun haben. Ob ein gewisser mit dem Buchstaben A beginnender männlicher Vorname oder fast alles, was sich mit dem Begriff „Volk“ verbindet – das Dritte Reich scheint einen Teil des deutschen Wortschatzes regelrecht kontaminiert zu haben.

Dennoch möchte ich angesichts der gestrigen Geschehnisse im Thalys-Zug 9364 eines jener Wörte aus dem Giftschrank holen, da mir nur dieses auf das Eingreifen von Spencer Stone, Aleksander Skarlatos und Anthony Sadler samt aller weiteren Helfer zu passen scheint: Heldenmut. Sich mit bloßen Händen einem bis an die Zähne bewaffneten Terroristen entgegenzustellen und somit ein Blutbad verhindert zu haben, verdient höchsten Respekt und tiefste Dankbarkeit. Meine Herren, Sie haben der letzten Zeile von „The Star-Spangled Banner“ alle Ehre gemacht!

So schrecklich die Vorstellung, was gestern alles hätte passieren können auch ist, muss man sich trotzdem Gedanken über diesen konkreten Fall hinaus machen. Wie wollen wir in Zukunft unsere Gesellschaftsordnung und Werte gegenüber einem aggressiven Islam verteidigen? Und dies auch im Hinblick auf im Zusammenhang mit dem Thema Asyl stehende Vorgänge wie die in Suhl?

Dazu zwei Verweise auf hochinteressante Artikel. Dies wäre zum ersten die Rezension zu Alexander Kisslers Buch „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“. Für mich wird das demnächst ein Pflichtkauf werden. Zum zweiten der Artikel des Philosophen Alexander Grau, der mit einem grundsätzlichen Missverständnis hart ins Gericht geht: „Religionen zivilisieren sich nicht von selbst“.

Wir leben in zutiefst verstörenden Zeiten.

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