Wenn aus Theorie Praxis wird (II)

Wie bereits vor einigen Wochen beschrieben, widmet sich meine zu etwa drei Vierteln fertiggestellte Abschlussarbeit aktuellen Entwicklungen der schwedischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Zum einen untersuche ich die sozialisierenden Effekte der Kooperation zwischen NATO-Einheiten und den schwedischen Streitkräften innerhalb der Partnership for Peace (PfP) sowie internationalen UN-Einsätzen, sowie der im Königreich mittlerweile zunehmenden Erkenntnis, gegen militärische Eskalationen im Ostseeraum nicht mehr allein widerstandsfähig zu sein. Somit steht die mittlerweile 200jährige Bündnisfreiheit Schwedens derzeit auf dem Prüfstand, Ausgang offen.

Gestern spülte es mir nun einen schon einige Wochen alten Artikel des Bayernkurier ins Postfach.

Moskaus Warnung an Schweden

Erste Pflicht der Wissenschaft: Möglichst Primärquellen! Als ich mir nun also den Originalartikel von Schwedens auflagenstärkster Morgenzeitung Dagens Nyheter durchgearbeitet habe, stelle ich Folgendes fest: Russland Botschafter Viktor Tatarintsev droht tatsächlich. Zwar dementiert er jegliche militärische Absichten Russlands gegen Schweden, kündigt aber die im Bayernkurier erwähnten „Gegenmaßnahmen“ und die Neuausrichtung russischer Raketen an. Im Interview wünscht er sich das „frühere Schweden“ zurück.  Welches denn, Herr Tatarintsev? Das, welches nuklearwaffenbestückte U-Boote in seinen Hoheitsgewässern zu dulden hat? Oder das sich simulierten Luftangriffen gegenübersieht?

Dazu auch Les- und Hörbares von Radio Sverige in deutscher Sprache.

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