Gedenken und Gedanken zum 17. Juni

Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen führte mich mein Weg zum Ort des Gedenkens am Poppitzer Platz. Mit meinem stellvertretenden Ortsvorsitzenden Dietrich Hoffmann wollte ich im Namen des Riesaer FDP-Ortsverbands am Denkmal für die Opfer der stalinistischen Gewaltherrschaft am 62. Jahrestag des Aufstands vom 17. Juni 1953 unsere Anteilnahme und unseren Respekt ausdrücken.

Berufsbedingt konnten wir beide erst am späten Nachmittag vor Ort sein, waren jedoch sichtbar die Einzigen, denen das jahrzehntelang als konterrevolutionär und faschistisch verunglimpfte Handeln der damals auch in Riesa an Arbeitsniederlegungen und  Demonstrationen Beteiligten ein paar Blumen wert waren. Noch vor wenigen Wochen war (völlig zu Recht) im großen und würdigen Rahmen parteiübergreifend des Kriegsendes gedacht worden, heute jedoch schien das historische Datum niemanden außer den Freien Demokraten anzurühren. Kein gutes Zeichen für die Gedenkkultur dieser Stadt, schlimmer noch, eher ein weiteres Symptom der zunehmenden Verdrängung und Beschönigung von SED-Unrecht, wie beispielsweise dieses. Die im Artikel zitierten Tonaufnahmen befinden sich in meinem privaten Archiv, ich stelle sie bei Interesse gern zur Verfügung. Herr Jennrich, unsere Blumen sind auch für Sie.

In memoriam:

http://www.17juni53.de/tote/index.html

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