Herzlichen Glückwunsch!

Wirklich Erstaunliches hat sich heute bei der Bürgermeisterwahl im benachbarten Strehla ereignet. Mein für die Freien Wähler antretender Kollege Jörg Jeromin, der sich und sein Wahlprogramm vor einigen Wochen auch unserem Ortsverband vorstellte und für den ich gestern noch eine Wahlempfehlung abgab, holte aus dem Stand die meisten Stimmen und verwies den CDU-Amtsinhaber sowie zwei weitere Mitbewerber auf die nächsten Plätze. Nur ganz knapp wurde mit 48,9% die notwendige absolute Mehrheit verpasst, was einen zweiten Wahlgang am 28. Juni erforderlich macht, bei dem dann die einfache Mehrheit genügt. Bei den erzielten 15 Prozentpunkten Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten müssten allerdings recht außergewöhnliche Dinge passieren, um den Wechsel des Controllers meiner Firma ins Strehlaer Rathaus noch zu verhindern. Lieber Jörg, an dieser Stelle von mir recht herzlichen Glückwunsch und meinen allerhöchsten Respekt für dieses Ergebnis!

Hier in Riesa stand ausschließlich die Wahl zum Landrat ins Haus. Die Dame des Hauses und ich machten unsere Kreuzchen in der Mittagszeit, die verwaiste Merzdorfer Oberschule ließ schon eine geringe Beteiligung erahnen, was sich nach der Auszählung leider bestätigte. Nur 23 % der Riesaer Wahlberechtigten nahmen hier ihr demokratisches Grundrecht wahr. Das Endergebnis überrascht insoweit, wie abgeschlagen der gemeinsame Kandidat von SPD, Linken, Grünen und Piraten, Thomas Gey, ins Ziel kam. Ihn hatte ich noch am Donnerstag als recht optimistisch, wenn nicht sogar aufgrund des breiten Bündnisses siegesgewiss erlebt. Da aber etwa 40% hinter dem CDU-Amtsinhaber und trotz einem massiven Plakateinsatz nur etwa 5% vor dem völlig unbekannten Kandidaten der Freien Wähler ins Ziel zu kommen, war so nicht zu erwarten und dürfte bei den Betreffenden für Diskussionsstoff sorgen. Für die lokalen Linken war es wohl ohnehin kein sonderlich schöner Tag. Der größte Stimmenzieher der Partei geht, komplette Pleite in Großenhain und Strehla – da gibt es wenig zu feiern.

Ein paar Worte noch zur Oberbürgermeisterwahl in der Landeshauptstadt aus FDP-Sicht. Auch wenn Dirk Hilbert explizit als unabhängiger Kandidat antrat – seine Parteimitgliedschaft blieb bei Freund und Feind nie außen vor und wird dies wohl auch bei der nun notwendigen Stichwahl am 5. Juli nicht. Der Abstand zwischen der gemeinsamen Kandidatin des linken Lagers und Hilbert ist denkbar knapp und das Buhlen um die Anhänger des gescheiterten CDU-Kandidaten Ulbig ist eröffnet. Man darf auf den Ausgang in knapp einem Monat gespannt sein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s