Einmal ist immer das erste Mal…

Gestern kamen im in der landschaftlich reizvollen Oberlausitz gelegenen Löbau 250 Delegierte des sächsischen FDP-Landesverbands zusammen, um auf der Landesvertreterversammlung die Kandidaten für die Landesliste zu wählen. Für mich war es die erste Parteiveranstaltung dieser Größenordnung und so blieb ich auch brav bis zum Ende, um die vielen Eindrücke aufzunehmen. Mein Fazit nach acht Stunden Abstimmungs- und Auszählmarathon:

Die eröffnende Rede des Landesvorsitzenden Holger Zastrow hat mir außerordentlich gut gefallen. Frei gehalten, unterhaltsam mit so manchem Seitenhieb auf die politische Konkurrenz und auch den Regierungspartner sowie einem Mut machenden Optimismus in derzeit alles andere als komfortablen Situation – so muss das sein. Die Stunde verging wie im Flug.

Torsten Herbst ist ein Generalsekretär zum Anfassen. Ich hatte ihn kurz auf dem Neumitgliedertreffen im November kennengelernt, offenbar schien er sich an mich zu erinnern und begrüßte mich, wir teilten dann den Tisch beim Mittagessen und hatten ein recht interessantes Gespräch.

Überraschungen bei den Wahlgängen blieben aus, Listenplatzabstimmungen mit mehr als einem Bewerber bildeten die Ausnahme, was bei den „alten Hasen“ um mich herum auf wenig Begeisterung stieß, weil man sich offenbar doch ein etwas anderes Procedere erhofft hatte, als die derzeitigen Landtagsabgeordneten erneut auf den vorderen Listenplätzen wiederzufinden. Vielleicht lichteten sich auch deshalb die Reihen relativ frühzeitig. Dabei waren die Wahlergebnisse (die 5x%-Resultate in der Ergebnisliste waren Abstimmungen mit Gegenkandidaten) durchaus gemischt und gerade die Gewählten mit einem 6x%-Ergebnis werden diesen Tag wohl in weniger guten Erinnerung behalten.

Ich habe die 140 Kilometer nach Löbau gerne auf mich genommen und habe viele Eindrücke gesammelt, einige neue Bekanntschaften geschlossen und das eine oder andere weiterführende Gespräch geführt. Zudem war es noch eine Premiere anderer Art, musste ich doch gegen Ende der Versammlung erstmals auch ans Rednerpult. Meine kurze Vorstellung für die Nominierung für einen der höheren Listenplätze war, im Nachhinein betrachtet, nicht optimal, aber einerseits kam mein Aufruf etwas überraschend und ich bemerkte andererseits eine gewisse Erschöpftheit im Auditorium, jetzt noch einmal etwa 30 Vorstellungsstatements über sich ergehen lassen zu müssen. Von daher hielt ich mich bewusst äußerst kurz und übersah dabei wohl den einen oder anderen nennenswerten Fakt. Beim nächsten Mal gelingt das sicherlich schon besser.

Und als Symbolfoto für die Warterei auf eines der Abstimmungsergebnisse:

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