Sozialpolitik vor Ort

Am gestrigen Vormittag hatte ich die Gelegenheit, die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Kristin Schütz bei ihrem Besuch der Riesaer „Kita Am Technikum“ zu begleiten. Anlass des Termins von Frau Schütz im Rahmen ihrer „Kita-Tour“ durch den Freistaat war die zusätzliche Einstellung einer neuen Fachkraft, die durch das durch den besonderen Einsatz der sächsischen FDP ins Leben gerufene Förderprogramm für zusätzliches Kita-Personal ermöglicht wurde. Wie im Gespräch mit der Leiterin der Einrichtung Frau Linke und dem Kreisgeschäftsführer des Trägers, dem Deutschen Roten Kreuz, Herrn Glombik erkennbar wurde, profitieren hier gleich mehrere Seiten von der Fördermaßnahme. Die Kinder, die durch mehr Personal bessere individuellere Betreuung genießen, das pädagogische Personal der Kita, deren immenses und durch Urlaub oder Krankheitsfälle zusätzlich gesteigertes Zeitpensum auf mehr Schultern verteilt wird und schließlich die neue Kollegin selbst, deren Arbeitsweg sich durch die neue Stelle enorm verkürzt hat. Statt wie bisher ins 40 Kilometer entfernte Radeburg zu pendeln, kann die alleinerziehende junge Mutter nun vor Ort arbeiten. Wenn das nichts ist!

Bei aller Freude kamen selbstverständlich auch noch unbefriedigenden Umstände zur Sprache, die vor allem Eines zeigen: Der eingeschlagene Weg ist richtig, aber er genügt den Bedürfnissen noch nicht. Die bereitgestellten Landesmittel sind bei weitem nicht ausreichend, um den Forderungen der sächsischen Liberalen für mehr Flexibilität bei den Öffnungszeiten der Kitas, genügend engagiertem und qualifizierten Personal sowie einem besseren Zusammenspiel zwischen Einrichtung, Eltern und Sozialbehörden zu entsprechen. Hier gilt es weiter hart zu arbeiten, unter Umständen auch im Konflikt mit dem derzeitigen Koalitionspartner.

Auch für mich persönlich als Vater von vier Kindern im Kita-Alter war dieser Vormittag sehr aufschlussreich. Zum Beispiel gaben mir die von Frau Linke dargestellten negativen Tendenzen in der Reifeentwicklung der betreuten Kinder sehr zu denken. Es hilft sicherlich, von Zeit zu Zeit einmal sein eigenes Erziehungsverhalten zu hinterfragen, sich die sich genommene Zeit für gemeinsames Spielen oder Basteln ins Gedächtnis zu rufen und über Verbesserungen des allgemeinen Familienalltags nachzudenken. Von daher allen Beiligten vielen Dank, auch an meinen Kreisvorsitzenden Jan Mücke, der mir die Teilnahme an diesem Termin ermöglichte.

Für mehr Informationen verweise ich auf die persönliche Seite von Kristin Schütz.

Nachtrag 29.01. 2014:

„Kita flex“ und Assistenzkräfteprogramm verbessern Vereinbarkeit von Familie und Beruf

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